Ab Februar 2022 wird es für den Wohnungsbau weniger Fördermöglichkeiten geben.

Die Bundesregierung streicht die Förderklasse KfW-Effizienzhaus 55 samt der dazugehörigen Programme Erneuerbare Energien (EE) und Nachhaltigkeit (NH) aus der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG). Mit den verschiedenen KfW-Programmen werden der Bau und die Sanierung von energieeffizienten Gebäuden unterstützt. Je niedriger der Energieverbrauch der fertiggestellten Immobilien ist, desto höher fällt die staatliche Förderung in Form von Krediten und Tilgungs- beziehungsweise Barzuschüssen aus. Gefördert werden neben Wohnhäusern auch Gewerbeimmobilien.

Insbesondere bei großen Vorhaben kann der Wegfall der Förderung zu empfindlichen Rentabilitätseinbußen bei den Wohnungsbauern führen. REM CAPITAL beziffert die Maximalförderung für ein Effizienzhaus 55 auf 5,25 Millionen Euro. Angesichts der rasant gestiegenen Baukosten hätten viele Bauträger die Zuschüsse fest eingeplant, betont Jan Bewarder, Vorstandsmitglied von REM CAPITAL in der aktuellen Ausgabe des Handelsblatt. Er geht davon aus, dass mit der neuen Regierung die energetischen Mindestanforderungen angepasst und damit verschärft werden. „Dies führt zwar zu energetisch besseren Neubauten, erschwert jedoch die Schaffung von günstigem und bezahlbarem Wohnraum.“

 

Bis zum 31. Januar können Projektanträge für Bauvorhaben mit der Effizienzklasse 55 noch eingereicht werden. Sprechen Sie uns an: wir begleiten Unternehmen von der Antragstellung bis zur projektbegleitenden Dokumentation.