Hilfe im Förder-Dschungel: Zuschüsse sichern

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Klimaschutz, Gesundheit und Digitalisierung sind drei Zukunftsfelder, in denen Innovationen extrem wichtig sind. Doch Ideen brauchen Kapital, um Wirklichkeit werden zu können. Staatliche Förderprogramme können ein wichtiger Bestandteil für die Finanzierung sein – nicht nur für Großkonzerne, sondern auch für den Mittelstand. Allerdings ist der Förderdschungel unübersichtlich und unterliegt ständigem Wandel. Wer von staatlicher Förderung profitieren möchte, muss sich erst durch die Bürokratie kämpfen. Aber es lohnt sich: bis zu 50 Prozent der Investitionssumme trägt der Staat.

Staatliche Förderung für Schlüsseltechnologien

Diese Fördermittelprogramme sind aus unserer Sicht besonders interessant:

  • Die neue Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) wie für Neubau, Sanierung sowie energetische Einzelmaßnahmen.
  • Der KfW-Innovations- und Digitalisierungskredit, zum Beispiel für die Entwicklung neuer Produkte und technischer Verfahren sowie Digitalisierungsvorhaben (Investitionen im Zusammenhang mit Industrie 4.0, Einführung von IT- und Datensicherheitskonzepten, Online-Plattformen und Apps).
  • Die Bundesförderung für Energieeffizienz in der Wirtschaft zum Beispiel für Investitionen zur Erhöhung der Strom- oder Wärmeeffizienz.
    Das ist allerdings nur ein kleiner Ausschnitt, denn es gibt mehr als 3.500 Fördermöglichkeiten! Vielfach werden diese Möglichkeiten unterschätzt. Angesichts der vielen lukrativen Optionen sollte jeder Unternehmer intensiv prüfen, welche Fördermöglichkeiten und Zuschüsse ihm zustehen.

Drei Förder-Varianten

Wenn man von öffentlichen Zuwendungen spricht, dann gibt es im Allgemeinen drei Varianten – nämlich Zinsvergünstigungen aus Förderdarlehen, Förderdarlehen in Kombination mit Tilgungszuschüssen und Barzuschüssen. Hier ein kompakter Überblick zu den Investitions- und Innovationsprogrammen:

  • KfW-Digitalisierungs- und Innovationkredit
  • ERP-Mezzanine für Innovationen
  • KfW-Energieeffizienzprogramm Gewerbe
  • KfW-Energieeffizienzprogramm Wohnen Neubau
  • KfW-Energieeffizienzprogramm Wohnen Sanierung
  • Bundesförderung für Energieeffizienz in der Wirtschaft
  • Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand
  • Umweltinnovationsprogramm
  • Forschungszulage

Die staatlichen Fördermöglichkeiten sind enorm. Dennoch ist der Aufwand für die Recherche der in Frage kommenden Programme sowie für die Beantragung und Abwicklung des Förderantrags nicht unerheblich. Viele schrecken davor zurück.

Professionelle Berater für Förderungen

Es gibt allerdings auch die Möglichkeit, sich professionelle Unterstützung zu holen. Die REM CAPITAL AG hat sich auf Fördermittelberatung bzw. Beratung und Umsetzung in der strategischen Finanzierung spezialisiert.

Die Spezialisten begleiten den kompletten Workflow: Sie ermitteln die maximal förderfähigen Kosten, unterstützen bei der beihilferechtlichen Bewertung sowie der Ausarbeitung der Antragsunterlagen, koordinieren die Mittelabrufe bis hin zur Erstellung des finalen Verwendungsnachweises. Und das alles erfolgt maximal ressourcenschonend für die Kunden.

Das Beratungsteam besteht aus erfahrenen Experten, die kreditsachliches und fachliches Know-how kombinieren. Ein weiterer Vorteil: Die REM CAPITAL AG arbeitet erfolgsorientiert. Wenn kein Mehrwert erschlossen werden kann, fällt auch kein Honorar an.

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„Nutzt die Chance und traut euch!“

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Drei Frauen, drei Führungskräfte, drei Gesichter von Hypoport: Stephanie Voßhage, Kingyi Fuchs und Maria Starke im Gespräch mit Ines Woermann über (wahre) Vorurteile, weibliches Management und Karrierechancen in der Finanz- und Technologiebranche. 

Ines: Gleich mal eine konkrete Frage zu Beginn: Worin habt ihr zuletzt investiert?

Stephanie: In die neue Abfüllanlage einer Münchner Kleinbrauerei, die ihre Zinsen in Form von Bier bezahlt. Pro 100 Euro gibt’s einen Kasten.

Ines: Die Rendite ist gar nicht schlecht, gerade jetzt in der Nullzins-Umgebung.

Maria: Ich habe in meine Coaching-Ausbildung investiert und für Kinder in Namibia gespendet. Außerdem habe ich während Corona Aktien von Hypoport gekauft. Das war eine gute Entscheidung.  

Kingyi: Ich habe ETF-Pläne angelegt. Aber vor allem habe ich Zeit investiert, in eine gute Wochenplanung. Meine Tochter geht in die Kita, da müssen viele Fragen geklärt werden. Ich hoffe, die Investition zahlt sich aus.

Ines: Habt ihr euch eigentlich schon vor Hypoport für Finanzen interessiert?

Maria: Ja. Als alle Kinder Tierarzt werden wollten, hatte ich den Wunsch als Investmentbanker viel Geld zu verdienen. Das war mir damals wichtig, heute überhaupt nicht mehr.

Ines: Interessant, dass du als Kind schon wusstest, was ein Investmentbanker ist.

Kingyi: Ich interessiere mich privat nicht wirklich für Finanzen. Sie sind für mich Mittel zum Zweck. Ich muss mich mit Geld beschäftigen, um andere Dinge zu bekommen – ein Eigenheim zum Beispiel. Mir geht es darum, unabhängig zu sein. Meine Eltern sind geschieden. Als Kind habe ich mitbekommen, wie es ist, als Frau plötzlich nach lebenslanger Abhängigkeit auf der Straße zu stehen und keine zusätzlichen Ersparnisse zu haben.

Ines: Kann ich gut nachvollziehen. Es gibt viele Studien, die behaupten, dass sich Frauen tendenziell nicht gern mit Geld beschäftigen.

Stephanie: Aus meiner Sicht ist das kein Klischee. Im Durchschnitt interessieren sich Männer stärker für Finanzen. Was auch daran liegt, dass Frauen lange Zeit keinen Zugang zu Bereichen hatten, in denen das Thema stattfindet. Und die alten Rollenbilder sind nach wie vor sehr präsent. Die Frau bekommt ein Kind und bleibt zu Hause. Damit ist sie finanziell immer schlechter gestellt. Und oft wird automatisch unterstellt, dass sie weniger emanzipiert ist.

Ines: Kingyi, als Vorstand bei der Dr. Klein Privatkunden AG, wo man sich um die Finanzierung von Wohnimmobilien für Privatpersonen kümmert, hast du sicher gute Einblicke. Wer ist bei Paaren in der Regel für die Finanzierung verantwortlich?

Kingyi: Wenn man mal klassisch schaut, wer sich auf unserer Webseite tummelt, dann sind es überwiegend Männer. Beim Beratungsgespräch sind unsere KundInnen dann meist als Paar vertreten.

Ines: Wie ist das bei fundingport, Maria? Du bist CEO, vielleicht erklärst du kurz, was ihr macht.

Maria: fundingport ist eine Plattform für erneuerbare Energien- und Unternehmensfinanzierung. Wir arbeiten mit Firmen aus der Energiebranche und Banken zusammen. Auf beiden Seiten sitzen überwiegend Männer. Wenn ich mich mit Kunden unterhalte, sagen sie, dass von 20 Bewerbungen vielleicht eine von einer Frau dabei ist, wenn überhaupt.

Stephanie: Ich habe kundenseitig auch nur eine Frau als Ansprechpartnerin, sonst Männer. Bei den Banken gibt‘s ein paar Frauen, auch Bereichsleiterinnen.

Kingyi: Stephanie, was machst du eigentlich genau?

Stephanie: Ich kümmere mich um den Bereich CRE – also Commercial Real Estate – bei der REM CAPITAL AG. Wir beraten eigentlich das gleiche wie ihr, nur für gewerbliches Immobiliengeschäft also Bauträger, Projektentwickler und Immobilienbestandshalter oder Immobilien AGs mit privatem Hintergrund, die keine Wohnungsbau- oder genossenschaftlichen Gesellschaften sind.

Ines: Als Frau im FinTech-Bereich – habt ihr das bisher eher als Vor- oder Nachteil erlebt?

Maria: Man wird als Frau immer noch recht schnell auf Äußerlichkeit reduziert. Erstmal sehen sie nur eine Frau mit blonden langen Haaren und rechnen nicht damit, dass die auch was auf dem Kasten hat. Das kommt aber mit der Zeit, und dann erfährt man schon hohe Wertschätzung.

Kingyi: Das würde ich genauso unterschreiben.

Stephanie: Ich finde es interessant oder eher schockierend, dass das immer noch ein Thema ist. Ich kann mich an kein Neukundengespräch erinnern, in dem nicht der Satz fiel „Ach, Sie als Frau in so einer Position.“

Kingyi: Ich werde auch gern unterschätzt, zumal ich relativ klein bin. Da denkt man nicht, dass ich besonders durchsetzungsstark bin. Das hat aber auch Vorteile.

Maria: Ja definitiv. Frauen müssen sich nicht wie Männer verhalten, um erfolgreich zu sein.

Ines: Denkt ihr, dass es Männer einfacher haben?

Stephanie: Nicht unbedingt. Wenn ich auf Veranstaltungen bin, komme ich so gut wie mit jedem ins Gespräch. Viele finden es spannend, dass ich als Frau in so einer Position bin und sind dann dementsprechend offener. Trotzdem denken manche Männer, sie müssten mit mir über weiche Themen wie übers Kochen reden anstatt über Finanzen. Aber ich überzeuge sie dann einfach davon, dass das nicht nötig ist.

Ines: Hattet ihr intern eigentlich Mentoren?

Maria: Ich habe vor allem wahnsinnig viel gearbeitet, weil ich immer das Gefühl hatte, ich muss deutlich mehr machen, um mich zu beweisen. Aber tatsächlich kam am Ende auch der Durchbruch, weil ich jemanden hatte, der mich sehr gefördert hat.

Kingyi: Ich hatte keine bestimmten Mentoren. Die Vielfalt an Menschen um mich herum ist meine beste Inspirationsquelle. Durch Beobachten und Ausprobieren lerne ich tagtäglich am besten dazu.

Ines: Würdet ihr sagen, dass ihr in einem Umfeld arbeitet, das Arbeit wertschätzt – unabhängig vom Geschlecht?

Einvernehmliches Nicken

Kingyi: Je mehr Frauen sichtbar geworden und in Führungspositionen gekommen sind, desto besser wurde es. Das heißt, die jetzige Situation ist nicht gottgegeben – wir haben sie uns erarbeitet. 

Ines: Trotzdem gibt es Gründe, warum Frauen nicht in die Finanzbranche wollen. Laut Studien ist sie wenig familienfreundlich, männerdominiert, unmoralisch, kompetitiv, uninteressant.

Maria: Naja, in Sachen Familienfreundlichkeit hinkt Deutschland ja insgesamt hinterher, nicht nur die Finanzbranche. Aber das verändert sich gerade sehr.

Kingyi: Ich finde Geld ja, wie gesagt, selbst nicht so spannend. Aber die Fintech-Branche bietet alle Chancen, Finanzen weniger langweilig und kompliziert wirken und werden zu lassen. Daran zu arbeiten, reizt mich.

Ines: Und wenn man allein die Hypoport-Gruppe ansieht, beschäftigen wir uns dort eigentlich mit allen wichtigen und spannenden Themen unserer Zeit – sei es Digitalisierung, Klimakrise oder Wohnungsnot.

Kingyi: Genau. Dafür braucht man aber neue Narrative – auch damit Frauen stärker angesprochen werden. Allein in die Stellenbeschreibungen müsste rein, was der Sinn der Arbeit ist, welche Probleme gelöst werden. Anstatt einer reinen Auflistung von notwendigen Skills. Ich glaube, dass Frauen ein bisschen härter mit sich ins Gericht gehen und schneller zweifeln, ob sie das alles mitbringen. Männer pokern mehr, und das ist total in Ordnung, denn du willst dich auch weiterentwickeln.

Maria: Da würde ich Kingyi komplett recht geben. Mein Wunsch an alle Frauen da draußen ist es, mutiger zu sein und sich auf Stellen zu bewerben, bei denen sie das Gefühl haben, nicht zu 100 Prozent geeignet zu sein. Weil es viele Männer auch tun. Und die sind auch nicht alle zu 100 Prozent geeignet.

Ines: Nutzt ihr Netzwerke, um mehr Frauen für die Branche zu begeistern?

Maria: Ja, ich bin im Frauennetzwerk für Energie, und damit habe ich tatsächlich super Erfahrungen gemacht. Kann ich nur empfehlen. Das ist gar nicht so Hühnerclub, wie man es sich vielleicht vorstellt, sondern es ist wahnsinnig verbindlich. Es sind ganz viele Industriepartner dabei, und Stellenausschreibungen werden immer gleich weiter verteilt.

Stephanie: Ich bin im Frauenstammtisch der Immobilienwirtschaft und vereinzelt in regionalen Damenstammtischen.

Maria: Außerdem haben wir ja auch Frauennetzwerke bei Hypoport. Hohe Vertraulichkeit, hohe Zuverlässigkeit und Verbindlichkeit – das zeichnet diese Runden aus.

Ines: Vielleicht nochmal zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Wie geht’s euch damit?

Kingyi: Ich bin letztes Jahr Mama geworden, und das war für mich überhaupt kein Thema – im familienfreundlichen Hypoport war es selbstverständlich, dass ich auch als junge Mutter, zunächst in Teilzeit, Vorständin bleibe. Aber für mich durfte es auch kein Thema sein. Hätte ich da Widerstand gemerkt, dann hätte ich nicht weiter so agieren können. Es ist doch so: Wir arbeiten alle 50 oder 60 Jahre lang. Da ist es selbstverständlich, dass es unterschiedliche Phasen gibt, in denen du mehr oder weniger leistungsstark oder mal weniger im Büro präsent bist. Aber das hat auch Vorteile. Dadurch, dass ich ein paar Monate raus war, habe ich eine unglaubliche Distanz zum Operativen gewonnen und es endlich geschafft, mich ausschließlich um strategische Themen zu kümmern.

Ines: Verstehe ich gut. Ich habe selbst drei Kinder und allein Homeoffice macht vieles einfacher. Man kann auch mal eine halbe Stunde Familien-Pause machen und danach wunderbar weiterarbeiten.

Kingyi: Ja, und auch Teilzeit ist inzwischen fast Usus. Ich habe sehr viele männliche Kollegen, die das Angebot nutzen. Das ist kein Frauending mehr, wie früher.

Ines: Hättet ihr noch einen Rat an Studenten vor dem Berufseinstieg?

Stephanie: Ich würde das nicht auf Studenten beschränken. Das ist mein sensibles Thema. Ich war nicht an der Uni, sondern habe klassisch meine Bankausbildung gemacht und anschließend gearbeitet. Zwar dann nebenbei studiert, aber nie in einem Umfang, wo ich sage: Das war so wichtig und der Grund, warum ich Karriere gemacht habe oder mache.

Maria: Es gibt Top-Manager, auch in Deutschland, die haben kein Abitur. Das geht auf jeden Fall. Ich würde auch schon bei den Schülern ansetzen und sagen: Macht irgendwas Cooles und traut euch! Für meinen Job hat Volkswirtschaft nicht so viel gebracht. Im Nachhinein hätte ich lieber Maschinenbau, Elektrotechnik oder Ingenieurswesen studiert. Da lernt man ein Handwerkszeug und Lösungen zu erarbeiten.

Ines: Was sind deine Kriterien, wenn du heute jemanden einstellst?

Maria: Wenn ich sehr erfahrene Leute für eine Position brauche, dann gucke ich eher ob die vorhergehenden Berufsstationen relevant waren. Ich habe noch nie bei einem Senior geguckt, ob oder was der studiert hat. Wenn ich jüngere Leute einstelle, dann interessiert es mich auch nicht, wo sie studieren, ob das die renommierte WHU oder irgendeine kleine regionale Fachhochschule ist. Ich schaue eher nach Nebenaktivitäten. Wo haben sie Praktika gemacht? Sind sie vielseitig interessiert? Kann man daraus schließen, dass sie motiviert und fleißig sind?

Ines: Hire the attitude – train the skills.

Kingyi: Genau. Ehrlich gesagt gucke ich mir nicht mal die Zeugnisse an. Vor allem interessiert mich das Anschreiben. Wenn ich eine spannende Geschichte lese, dann bin ich neugierig. Das ist das Einzige, was ich da an Menschlichkeit kriege, und das ist für mich das A und O.

Maria: Ich habe gestern einen tollen Spruch gelesen: „There is no plan B for passion.“ Das hat es für mich auf den Punkt gebracht.

Kingyi: Grundsätzlich ist es für mich auch überhaupt keine Hürde, wenn jemand sagt, ich bringe null Erfahrung mit. Weil: Was ist Erfahrung? Meistens reduzieren wir das auf den beruflichen Kontext. Ich will lieber wissen, wie viel Erfahrung ein Mensch persönlich hat, wie er verschiedene Perspektiven miteinbezieht, welche Künste er mitbringt.

Ines: Ja, sehr cool. Mit euch hätte ich gern mal ein Bewerbungsgespräch, aber ich habe schon einen guten Job. Setzt ihr euch eigentlich immer klare Ziele oder nehmt ihr es, wie‘s kommt?

Maria: Ich habe immer gesagt, ich möchte mit 30 Geschäftsführerin sein. Das war anfangs total absurd, aber irgendwann nicht mehr. Ich habe das Ziel nur um drei Monate verschrammt. Mein nächster Plan war dann, mit 40 einen Porsche zu fahren. Das habe ich allerdings verworfen; ich möchte eigentlich kein Auto mehr haben.

Ines: Irgendwas anderes stattdessen?

Maria: Ich würde schon gerne zu meinem Herzensthema zurückkehren: Entwicklungsländerhilfe, im Bereich Nachhaltigkeit.

Kingyi: Bei mir war es ein bisschen anders. Ich hatte nie bewusst angestrebt, Geschäftsführerin oder Vorständin zu werden. Die Chancen haben sich ergeben. Und dann habe ich mir überlegt, wer es macht, wenn ich nein sage. Mit dem Schluss: Na, dann mach ich das lieber.

Stephanie: Ich wollte eigentlich studieren. Da dies jedoch aus finanziellen Gründen nicht möglich war, hatte ich mich nach der Schule erst mal für eine Ausbildung entschieden. Ich habe geschaut, wo man das meiste Geld verdient. Das war Bankkauffrau, und so hat es sich ergeben.

Ines: Eine letzte Frage: Was ist das Verrückteste, was ihr in eurem Leben gemacht habt?

Stephanie: Ich bin mal alleine durch Südamerika gereist und habe mich mitten im Dschungel verletzt. Die Behandlung bei einem „Dschungeldoktor“ werde ich nie vergessen.

Maria: Ich war auch schon immer verrückt. Als Kind wollte ich alle Achterbahnen auf dem Jahrmarkt fahren und habe mich dafür auf Zehenspitzen gestellt, um bei der Mindestgröße zu schummeln. Ich bin Bungee gesprungen, mit Turnschuhen auf den Kilimandscharo gestiegen. Bei meinem ersten Marathon habe ich mir bei Kilometer 27 den Ischias eingeklemmt und bin trotzdem noch ins Ziel gelaufen. Durch das ganze Adrenalin im Körper merkt man den Schmerz nicht. Anschließend bin ich zwei Wochen auf Krücken gegangen.

Ines: Wow, ich merke schon, in der Branche sind auf jeden Fall unerschrockene und mutige Frauen unterwegs.

Kingyi: Ja, mutig sein ist etwas, das mich auch begleitet. Das Verrückteste ist vor zwei Jahren vor dem Lübecker Holstentor passiert. Da gab‘s eine Schlägerei zwischen zwei großen Männern, ich glaube, die waren unter Drogeneinfluss. Ich war so entsetzt, dass ich dazwischen gegangen bin und den Streit beendet habe. Hinterher dachte ich mir: Puh, das war ganz schön gefährlich.

Maria: Super Courage.

Ines: Ja, wirklich, ihr drei beeindruckt mich schwer. Danke für das Gespräch!

……………………

Stephanie Voßhage stammt aus München und ist seit 2018 im Hypoport-Konzern im Bereich gewerbliche Immobilienfinanzierung tätig; seit Januar 2020 ist sie Head of Commercial Real Estate bei der REM CAPITAL AG. Mit ihrem Team berät sie Bauträger, Projektentwickler und Immobilienbestandshalter in allen Fragen rund um die Finanzierung von Projekten.

Maria Starke startete ihre Karriere im Venture Capital für High Tech Unternehmen. Nach vier Jahren Investment Banking arbeitet sie seit 2017 bei Hypoport und baut mit einem internationalen Team die Unternehmensfinanzierungsplattform fundingport auf.

Kingyi Fuchs ist seit 2010 in verschiedenen Positionen im Hypoport-Konzern tätig. Dazu zählen die Geschäftsführung der Hypoport-Tochter Vergleich.de seit 2016 sowie die Marketing-Leitung von Dr. Klein. Seit März 2018 ist sie im Vorstand der Dr. Klein Privatkunden AG und dort für die Bereiche Kundenzugang, Marketing und Digitalisierung verantwortlich.

Ines Woermann ist selbst Gründerin, hat viele Jahre im Marketing von verschiedenen Unternehmen gearbeitet und leitet seit 2021 das Marketing bei der REM CAPITAL AG.

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Unser Kunde, das Familienunternehmen Rudolf GmbH aus Geretsried (Bayern), plant eine Anlage zur Herstellung fluorfreier Hydrophobierungsmittel, die mindestens zu 90 Prozent aus nachwachsenden Rohstoffen bestehen. Damit soll eine umweltschonende Alternative zu herkömmlichen fluorbasierten Produkten geschaffen werden. Das Bundesumweltministerium fördert das Pilotprojekt mit mehr als 800.000 Euro aus dem Umweltinnovationsprogramm. Die REM CAPITAL AG konnte bei der Beantragung und im Genehmigungsverfahren erfolgreich unterstützen.

Hydrophobierungsmittel werden in der Textilindustrie zur Veredelung und Imprägnierung insbesondere bei Outdoorkleidung verwendet. Durch den Verzicht auf Fluor sollen künftig jährlich 1.500 Tonnen fluorierte Hydrophobierungsmittel eingespart werden. 

Die Verwendung von Abfällen aus der Lebensmittelindustrie als Rohstoffbasis (>90%) für die Herstellung der Hydrophobierungsmittel ermöglicht eine bessere CO2-Bilanz und zugleich eine sehr gute biologische Abbaubarkeit.  

Weitere Informationen zum Förderprogramm unter: http://www.umweltinnovationsprogramm.de/

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17. Structured FINANCE |          24.–25. November 2021

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Die Kongressmesse für Unternehmensfinanzierung

Die jährlich im Herbst stattfindende Kongressmesse ,,Structured FINANCE“ ist die Leitveranstaltung für Unternehmensfinanzierung und der Treffpunkt für Finanzentscheider aus großen mittelständischen und börsennotierten Unternehmen und Banken. Dieses Jahr findet die Messe unter dem Motto „Re-Start 2021“ erstmals als Hybrid-Event statt.

Die REM CAPITAL AG ist langjähriger Partner der Kongressmesse und bei der 17. Structured FINANCE vom 
24. – 25. November 2021 vertreten.

An beiden Tagen erwarten Sie Diskussionsrunden und Networking-Möglichkeiten für einen intensiven Austausch unter allen Teilnehmern.

Ob digital oder vor Ort: Wir freuen uns auf ein Wiedersehen mit Ihnen bei der Structured FINANCE. Weitere Informationen finden Sie hier und auf dem Structured FINANCE LinkedIn-Kanal.

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Wasserhyazinthen, REM CAPITAL und CO2 – wie passt das zusammen?

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Nachhaltige Entwicklung in Kenia: Seit Jahren leidet der Viktoriasee an der Überwucherung durch die Wasserhyazinthe – eines der schädlichsten Unkräuter in tropischen und subtropischen Regionen. Aufgrund fehlender natürlicher Feinde, mangelnder Nutzung und hervorragender Wachstumsbedingungen hat sich die Pflanze enorm ausgebreitet. 1998 waren 17.200 Hektar der Seeoberfläche davon bedeckt, 2018 bereits etwa 60.000 Hektar. Jahrelang hat man vergeblich dagegen angekämpft.

Zukünftig gibt es eine Lösung, die mithilfe der REM CAPITAL AG realisiert wird: Das Projekt „Homa Bay Biogas“ wird die Wasserhyazinthen aus dem Viktoriasee zur Erzeugung von Biogas und organischem Dünger sowie grünem Strom nutzen.

Konkret wird dazu die anaerobe Vergärung als energieeffiziente Methode zur Aufbereitung von Biomasse genutzt. Der Vergärungsprozess wandelt die Wasserhyazinthen in Biogas um. Die eingesetzten Mikroorganismen bauen die organische Materie ab und setzen die organische Biomasse in Biogas (Biomethan + Biokohlendioxid) und organischen Dünger um. Das energiereiche Biogas wird dann zur Erzeugung von Ökostrom und -wärme genutzt. Davon profitiert vor allem die Landwirtschaft, die zukünftig durch preiswerten organischen Dünger nachhaltiger bewirtschaftet werden kann. Zudem werden 250 direkte sowie mehrere hundert indirekte lokale Arbeitsplätze geschaffen. Auch die Stromversorgung wird für das kenianischen Stromnetz stabilisiert. Mit der erzeugten Strommenge können bis zu 410.000 Haushalte in Kenia mit Energie versorgt werden. 

Es gibt aber noch weitere Vorteile: Durch die Entfernung der Wasserhyazinthe aus dem See – jährlich können so 2.500 Hektar kontinuierlich gereinigt werden – haben die Fischer wieder Zugang zum See. Nicht zuletzt werden durch das Projekt jedes Jahr rund 200.000 Tonnen CO2 vermieden. Das entspricht der Absorbationskapazität von 16 Millionen Bäumen pro Jahr.

Die REM CAPITAL AG wurde mit der Eigenkapital- und Fremdkapitalbeschaffung sowie der Finanzstrukturierung beauftragt und unterstützt auch bei der kommerziellen Strukturierung des Projekts sowie bei der allgemeinen Projektentwicklung.

Das Projekt ist die erste Biogas-Anlage dieser Art in Kenia, die Umweltmaßnahmen mit einer Entwicklung der Infrastruktur nachhaltig kombiniert. Es erfüllt alle UN-Ziele der nachhaltigen Entwicklung (SDG) und wird voraussichtlich 2023 fertiggestellt sein.

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Großer Schritt für erneuerbare Energie in den Niederlanden

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Windpark Krammer: REM CAPITAL berät bei Transaktion

Neuer Partner für den „Windpark Krammer“: Der unabhängige französische Produzent von erneuerbarer Energie „Kallista Energy“ erwirbt 40% des Kapitals des „Windpark Krammer“ in den Niederlanden. Die REM CAPITAL AG war als Transaktionsberater für den Verkäufer „Enercon“ tätig. Der Windpark Krammer gilt als hochmodern und sehr fortschrittlich in seiner Entwicklung. Gewinner der Neuordnung sind vor allem die beiden lokalen Genossenschaften, die zusammen 60% der Anteile besitzen. Sie haben mit Kallista – unterstützt von niederländischen Pensionsfonds – einen strategischen Partner mit erstklassigem Wissen und großer Erfahrung im Betrieb von Windparks.

Der Windpark Krammer ist ein Onshore-Windpark mit 102 MW in der Provinz Zeeland, etwa 30 km südwestlich von Rotterdam. Er besteht aus 34 Windturbinen des Typs Enercon E-115 (3 MW Leistung und 122 Meter Nabenhöhe), die entlang des Deichs „Philipsdam“ am Krammer See errichtet wurden. Der Park wurde im März 2019 in Betrieb genommen. Das Projekt wurde von Anwohnern initiiert, die nicht nur für die Entwicklung und den Bau wesentlich beigetragen haben, sondern den Windpark über die von ihnen gegründeten Genossenschaften auch verwalten. 60% des Windparks gehören den beiden Genossenschaften Deltawind und Zeeuwind (DZH), in denen sich rund 5.000 Mitglieder zusammengeschlossen haben. Kallista Energy, unterstützt von Fonds, die von Ardian im Auftrag der institutionellen Aktionäre APG und AXA beraten werden, erwirbt die Anteile von Enercon (EIPP GmbH). 

Rund 365 GWh erneuerbarer Strom werden jährlich im Windpark Krammer produziert. Die Windkraftanlagen werden während ihrer Lebensdauer den Ausstoß von mehr als 4 Millionen Tonnen CO2 vermeiden.

Die REM CAPITAL AG war bei dieser Transaktion mit der M&A-Beratung beauftragt. Das Unternehmen ist spezialisiert auf die Strukturierung und Entwicklung von Finanzierungen und Fördermitteln. REM CAPITAL unterstützt die Umsetzung von Investitions- und Innovationsprojekten und die Optimierung von deren Finanzierungsstrukturen. Das REM CAPITAL-Team wurde in diesem Fall von Casper Sikkema und Stephan Weissinger geleitet.

„Dieses Projekt ist ein großer Erfolg für alle Beteiligten – und vor allem für die Umwelt“, so Jan Bewarder, Vorstand von REM CAPITAL. „Mit unseren interdisziplinären Teams aus Finanzierungsspezialisten und Ingenieuren ist REM CAPITAL in der Lage, Kompetenzfelder aus den Bereichen Finanzierung und Technik in einzigartiger Weise zu verbinden und so anspruchsvolle Investitions- und Förderprojekte kompetent zu begleiten und Mehrwerte zu schaffen. Ich möchte mich bei allen Beteiligten für die gute Zusammenarbeit bedanken.“

Frédéric Roche, Präsident von Kallista Energy, sagt: „Der Windpark Krammer ist ein perfektes Beispiel dafür, wie Unternehmergeist in Kombination mit kompetenter Windtechnologie Tausenden Einwohnern ermöglicht, sich für die Energiewende in ihrer Region einzusetzen. Das langfristige Engagement von Kallista Energy und seiner institutionellen Anteilseigner ist perfekt auf die Vision der anderen Partner in diesem Projekt abgestimmt“.

Bram van Noort, Country Manager Dutch Branch bei ENERCON: „Mit Kallista haben wir einen vertrauensvollen und pragmatischen Partner gefunden, mit dem wir sowohl als Dienstleister für den Windpark Krammer als auch als Lieferant und Projektpartner für weitere Onshore-Projekte in den Niederlanden und in anderen Märkten unseres neuen Vertriebsgebietes gerne weiter zusammenarbeiten werden. Wir freuen uns darauf, weitere wegweisende Projekte und Prototypenstandorte zu realisieren und gemeinsam die Energiewende in Europa voranzutreiben“.

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