Wasserhyazinthen, REM CAPITAL und CO2 – wie passt das zusammen?

18.05.2021

Nachhaltige Entwicklung in Kenia: Seit Jahren leidet der Viktoriasee an der Überwucherung durch die Wasserhyazinthe – eines der schädlichsten Unkräuter in tropischen und subtropischen Regionen. Aufgrund fehlender natürlicher Feinde, mangelnder Nutzung und hervorragender Wachstumsbedingungen hat sich die Pflanze enorm ausgebreitet. 1998 waren 17.200 Hektar der Seeoberfläche davon bedeckt, 2018 bereits etwa 60.000 Hektar. Jahrelang hat man vergeblich dagegen angekämpft.

Zukünftig gibt es eine Lösung, die mithilfe der REM CAPITAL AG realisiert wird: Das Projekt „Homa Bay Biogas“ wird die Wasserhyazinthen aus dem Viktoriasee zur Erzeugung von Biogas und organischem Dünger sowie grünem Strom nutzen.

Konkret wird dazu die anaerobe Vergärung als energieeffiziente Methode zur Aufbereitung von Biomasse genutzt. Der Vergärungsprozess wandelt die Wasserhyazinthen in Biogas um. Die eingesetzten Mikroorganismen bauen die organische Materie ab und setzen die organische Biomasse in Biogas (Biomethan + Biokohlendioxid) und organischen Dünger um. Das energiereiche Biogas wird dann zur Erzeugung von Ökostrom und -wärme genutzt. Davon profitiert vor allem die Landwirtschaft, die zukünftig durch preiswerten organischen Dünger nachhaltiger bewirtschaftet werden kann. Zudem werden 250 direkte sowie mehrere hundert indirekte lokale Arbeitsplätze geschaffen. Auch die Stromversorgung wird für das kenianischen Stromnetz stabilisiert. Mit der erzeugten Strommenge können bis zu 410.000 Haushalte in Kenia mit Energie versorgt werden. 

Es gibt aber noch weitere Vorteile: Durch die Entfernung der Wasserhyazinthe aus dem See – jährlich können so 2.500 Hektar kontinuierlich gereinigt werden – haben die Fischer wieder Zugang zum See. Nicht zuletzt werden durch das Projekt jedes Jahr rund 200.000 Tonnen CO2 vermieden. Das entspricht der Absorbationskapazität von 16 Millionen Bäumen pro Jahr.

Die REM CAPITAL AG wurde mit der Eigenkapital- und Fremdkapitalbeschaffung sowie der Finanzstrukturierung beauftragt und unterstützt auch bei der kommerziellen Strukturierung des Projekts sowie bei der allgemeinen Projektentwicklung.

Das Projekt ist die erste Biogas-Anlage dieser Art in Kenia, die Umweltmaßnahmen mit einer Entwicklung der Infrastruktur nachhaltig kombiniert. Es erfüllt alle UN-Ziele der nachhaltigen Entwicklung (SDG) und wird voraussichtlich 2023 fertiggestellt sein.

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